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Rund um Manderscheid 1

Parkplatz Schule – Eifelsteig – Weifelsjunk – Jakobsplatz – Germanenbrücke – Heidsmühle

Datum: 14.03.2021

Strecke: 8,7 km

Zeit: 2 h 25 min (mit 3 Pausen)

Vorbereitung: Um vor der eigenen Haustüre aktiv zu sein, wandern zu gehen, benötigt man keine Vorbereitung. Also Rucksack mit ein bisschen Verpflegung und los geht es!

Da ich in der Eifel wohne, habe ich etliche Möglichkeiten wandern zu gehen. Ich hoffe zu dem Thema „Rund um Manderscheid“ kommt noch die ein oder andere schöne Route dazu!!!

Startpunkt war der Parkplatz der Gesamtschule in Manderscheid. Von da führt ein Feldweg vorbei am Schwimmbad direkt Zum Aussichtspunkt „Leo Bönner Allee“. Hier kann man direkt das wunderschöne Panorama der Manderscheider Burgen bestaunen. Von hier aus ging es direkt auf den Eifelsteig / Lieserpfad Richtung Robertskanzel. Der Weg ist hier eng und mit einigen größeren Steinen als Stolperfallen versehen. Diese waren zusätzlich noch nass. Da ist mit der Prothese Vorsicht geboten. Von der Robertskanzel hat man dann aber einen wunderschönen Ausblick auf den tiefer liegenden Burgweiher.

Auf dieser Strecke macht man nicht viele Höhenmeter, aber man geht immer ein Stück auf dem Eifelsteig. Zwischen Robertskanzel und Weifelsjunk ist an ein paar Stellen der Hang abgerutscht und der Weg liegt dadurch etwas schräg. Für mich waren diese Stellen recht schwierig zu passieren. Bei einer dieser Stellen komme ich ins rutschen. Die Helfende Hand meiner Wanderbegleitung kommt da genau richtig…

Von der Schutzhütte Weifelsjunk, wo wir uns eine Pause genehmigen (mit Eifeler Hopfengetränk), verläuft der Weg jetzt stetig bergab bis unterhalb der Schutzhütte Jakobsplatz. Von diesem Kreuzungspunkt gehen wir immer weiter bis zur Landstraße. Diese überqueren wir dann auf der Höhe der Kyll. An der Kyll entlang geht es über einen gut begehbaren Wanderweg bis zur Germanenbrücke. Hier machen wir eine letzte kleine Pause. Der Rest des Weges geht immer über einen guten und recht breiten Wanderweg ohne größere Probleme bis zum Parkplatz der Heidsmühle.

Durch die Regenfälle der letzten Tage war der Weg auf den größten Teilen durchweicht und Stellenweise mit glitschigem Laub belegt. Das kostet mich mehr Kraft und an den besonders rutschigen Stellen ist Vorsicht angebracht (es geht direkt an den Wegen meistens Steil bergab Richtung Lieser). Aber diese Route ist empfehlenswert und bei ordentlicher Kondition gut zu schaffen. Da wir vorsorglich ein Auto auf dem Parkplatz der Heidsmühle abgestellt hatten, brauchten wir den steilen Weg ins Dorf nicht mehr anzutreten.

2. Etappe Eifelsteig

Zweite Etappe: Roetgen bis Mützenich

Datum: 09.09.2017

Strecke: 15 km

Zeit: 4 h 10 min

Vorbereitung: Außer der Buchung einer Unterkunft, hatte ich für diese Etappe keine Vorbereitungen getroffen.

In der Zeit zwischen der ersten und der zweiten Etappe hatte ich das Training etwas schleifen lassen. Also ging ich mit einem etwas mulmigen Gefühl an den Start in Roetgen. Immerhin gibt es im Venn auf belgischer Seite keine echte oder einfach zu organisierende Ausstiegsmöglichkeit. Auch auf der zweiten Etappe begleitete mich ein Freund. Vom Startpunkt in Roetgen ging es zunächst ein kleines Stück durchs Dorf in Richtung Belgien. Am Ortsende führte der Weg dann in ein längeres, aber gut begehbares Waldstück. Nachdem wir die Belgische Grenze passiert hatten, änderte sich das „Eifelsteig-Logo“ etwas. Der angenehme Waldweg führt uns zu den Reinartzhöfen. Am Mittleren Hof steht noch die kleine Kapelle der ehemaligen Siedlung. An der Schutzhütte machten wir unsere erste große Pause.

Ab den Reinartzhöfen führte der Weg schnurgerade durch das Venn in Belgien. Zur Hälfte, des schier endlos wirkenden Weges, machten wir noch eine kurze Rast. Diese Pause war zwingend notwendig, da ich zunehmend Probleme mit dem Schaft bekommen hatte. Der Silikonschutz der Klammer war verrutscht und der Rand des Schaftes drückte enorm in die Haut (sehr schmerzhaft). In der Schutzhütte musste ich also das erste mal während einer Wanderung die Prothese ausziehen und wieder anziehen.

Gut gestärkt und der Schutz an der richtigen Stelle des Schaftes, machten wir uns also auf die letzten Kilometer unserer zweiten Etappe. Nach dem wir die gerade und mit wenig Höhepunkten (dennoch bietet das Venn eine beeindruckende Landschaft) gespickte Strecke gepackt hatten, merkte ich die schwindende Kraft. Aber bis zum Ziel waren es noch ein paar Schritte (ca. 2 km). Mein Stumpf fing an zu drücken und die Muskeln wurden extrem schwer. Mit kleinen Schritten kamen wir unserem Ziel dann aber langsam näher. Eine kleine letzte Pause gönnten wir uns an, bzw. auf Kaiser Karls Bettstatt. Hie sollte der Kaiser, der Legende nach, einst zwangsläufig übernachtet haben. Das musste ich mir natürlich anschauen. Höchstpersönlich testete ich den alten Felsblock… Hier wollte ich dann doch nicht übernachten!!!

1. Etappe Eifelsteig

Erste Etappe: Kornelimünster bis Roetgen (17.07.2017)

Datum: 17.07.2017

Strecke: 17 km

Zeit: 6 h 30 min (mehrere Pausen)

Vorbereitung: Für den Eifelsteig, habe ich im Vorfeld einige Bücher, Landkarten und Internetseiten angeschaut und dann musste noch eine Unterkunft in Roetgen, dem Etappenziel gebucht werden.

Da ich mit meinem Blog erst jetzt beginne, aber die Strecke des Eifelsteigs komplett gehen möchte, nehme ich diese älteren Wanderungen mit auf.

Auf meiner ersten Etappe wurde ich von einem Freund begleitet. Der Start der Wanderung war auf dem Korneliusmarkt in Kornelimünster (bei Aachen). Vom malerischen Marktplatz aus führte uns der Weg aus der Stadt hinaus zu einem Reiterhof. Von da aus mussten wir einige Treppen hinauf (was mich viel Kraft gekostet hatte) bis auf die Höhe der alten Vennbahn.

Nach der ersten Rast ging es entlang der Vennbahn bis zu dem Örtchen Hahn. Diesen Durchquert man, um direkt hinter dem Ort durch einen recht dichten Wald zu gehen. Nach dem die Passage durch den dichten Wald geschafft war, ging es auf einem breiten Wanderweg weiter bis nach Wahlheim. Bis hier hin haben wir lediglich 5 andere Wanderer getroffen. Nach einer weiteren längeren Pause (ca. 30 Minuten) merke ich das die Prothese zum ersten mal etwas Druck auf den Stumpf ausübt. Ich habe von meinem Physio einen speziellen Schaumstoff bekommen. Davon stecke ich mir etwas an den Rand des Schaftes. Der Druck ist damit etwas weg. Dann führt der Weg uns weiter nach Rott. Hier gingen wir einen kleinen Umweg durch das Dorf, in der Hoffnung ein Cafe zu finden. Aber keines der Lokalitäten hatte geöffnet. Also weiter Richtung Roetgen. Zunächst über einen schier endlos scheinenden Waldweg. Dann sind es noch 4,9 km bis zum Ziel. Meine Schritte werden zwar immer schwerer, aber ich habe noch nicht das Gefühl als müsste ich es abbrechen (ein bisschen Kampf muss sein…). Auf den letztem Kilometern Richtung Etappenziel änderte sich die Landschaft schlagartig. Für knappe 2 km ging es durch die Struffelter Heide. Mit immer schwereren Schritten geht es über Holzbohlen die durch den anhaltenden Regen etwas rutschig sind. Das stellt mit der Prothese (gerade zum Ende der Etappe) eine kleine Herausforderung da. Am Ende der Heide kommen wir wieder in ein Waldstück, gelegen an der Dreilägerbachsperre.

Hier machen wir unsere letzte große Pause. Von einem Aussichtspunkt haben wir eine schöne Sicht auf die Talsperre. Die Pause wird mir beinahe zum Verhängnis. Beim Start auf die letzten Kilometer schmerzt der Stumpf schon etwas und fühlt sich extrem schwer an. Das gehen fällt für ein paar Meter sehr schwer. Um weiter zu kommen musste ich auf die Zähne beißen. Unmittelbar an der Sperre führt der Weg über einen steilen Berg hinab zum Fuß der Talsperre. An den nassen Wurzeln muss ich mich häufiger festhalten als gedacht. Vom Wasserwerk, der die Wasserversorgung der Stadt Aachen sichert, geht es „nur noch“ 2 km durch Wald und Wiesen bis nach Roetgen. Nach ziemlich genau 6,5 Stunden haben wir die erste Etappe geschafft. Die letzten Kilometer, ab der Pause an der Talsperre, sind schmerzhaft und ich muss öfters auf die Zähne beißen. Neben dem üblichen Druck an dem Rand des Schaftes, gesellen sich fehlende Kondition.

Burg Eltz bis Burg Pyrmont

Datum: 28.02.2021

Strecke: 9,7 km

Zeit: 2 h 45 min (mit 3 Pausen)

Vorbereitung: Hier bedarf es keiner großen Vorbereitung. Aktuell fühle ich mich relativ fit und traue mir die knapp 10 km zu. Zwar ist der neue Schaft der Prothese erst angepasst wurden, aber erst bei einer richtigen Belastung stelle ich fest, ob es wirklich passt!

Startpunkt der Wanderroute war der Parkplatz Burg Eltz. Von hier aus führt ein sehr gut befestigter und begehbarer Waldweg bis zur Burg Eltz. Kurz vor der Burg geht man einen schmalen Wanderweg runter zum Eltzbach.

Der Weg führt nun zum größten Teil immer an der Elzbach entlang durch das Eltztal. Ohne große Hürden oder Hindernisse kann man hier die Natur in vollen Zügen genießen und auf guten Wanderwegen problemlos gehen. Einige Bänke laden zwischendurch zu einigen Pausen ein. Zwischendurch kommt immer wieder mal die ein oder andere Steigung mit größeren Wurzeln oder Steinen, die es zu überwinden gilt. An diesen Stellen merke ich, dass ich Treppen steigen unbedingt mehr üben sollte… Am Ende der Wanderung hatte leider die sehr schön gelegene Pyrmonter Mühle auf Grund von Corona geschlossen. Hier kann man sich in normalen Zeiten für den Weg mit einem Bier belohnen.

Auf den letzten Kilometern fängt mich dann doch der neue Schaft etwas an zu zwicken. Aber die Narbe und der übrige Stumpf haben die Belastung augenscheinlich gut überstanden.

Ich finde ein sehr schöner und gut zu bewältigender Wanderweg mit 2 Burgen, Wasserfall und einem kleinen Fluss als ständiger Begleiter. Der Weg hat sich gelohnt.